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Göttliche Weine…

Nicht weinen Frankreich, doch die ersten Weinbauern Europas waren die Thraken. Bereits 5.000 Jahre vor Christi Geburt brachten sie, die Thraken, die ersten Rebstöcke aus Asien mit und bauten im Mariza-Tal (in der heutigen Stadt Plovdiv) den Pamid an. Eine der ältesten Weinsorten überhaupt.

Das hebt Franz Josef Grenzebach, Experte im Bereich der Gourmet-Küche, hervor, unmittelbar nachdem er sich mit der Geschichte der Weinherstellung in Bulgarien bekannt gemacht hat.

Die Weintradition wurde im Osten Bulgariens variantenreich fortgesetzt. Frühzeitliche „Presseberichte“ in Homers „lias“ und der „Odyssee“ zeugen vom ersten praktisch professionell betriebenen Weinanbau der Thraken. Und von den Griechen und Phöniziern, die neue Rebsorten von Ihren (Kriegs)Reisen ins heutige Bulgarien importierten und kultivierten.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter …

Im Mittelalter baute der bulgarische Klerus das Weingeschäft stetig aus. Fast alle bulgarischen Klöster betrieben den Weinbau auch während der osmanischen Besetzung (1396-1878). Das heißt, sie ignorierten knapp 500 Jahre lang erfolgreich die vom Koran verbotene Alkoholproduktion und schafften zum Ende des 19. Jahrhunderts über 50.000 Hektar Weinbauflächen.

Mit Beginn der Industrialisierung galoppiert die bulgarische Weinproduktion ungebremst in das 20. Jahrhundert und wird auch vom Zweiten Weltkrieg wie durch die anschließende Kollektivierung nach sozialistischem Prinzip nicht aufgehalten.

Als man im amerikanischen Woodstock 1968 den „Summer of Love“ feiert, freut sich die bulgarische Weinwirtschaft über die Erfüllung der produktiven Rebstock-Planziele auf über 200.000 Hektar Anbaufläche.